Die Betriebsmedizin ist ein spezieller Bereich der Medizin und beschäftigt sich mit der Förderung und dem Erhalt der Gesundheit im Arbeitsumfeld der Menschen. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die ergonomische gesunde Einrichtung eines Arbeitsplatzes, die chemischen und biologischen Einwirkungen auf den Menschen am Arbeitsplatz, die Gestaltung der Arbeitsmittel, vor allem die eingesetzten Stoffe, die Gestaltung der Arbeitsabläufe und die Arbeitszeiten und Pausenzeiten der Mitarbeiter. All das hat nämlich einen großen Einfluss auf das Betriebsklima und die Gesundheit der Mitarbeiter.
Die Ausübung der Betriebsmedizin setzt ein Studium der Medizin voraus, sowie eine 5-jährige, vollzeitige ärztliche Weiterbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin. Die Zusatzqualifikation der Betriebsmedizin setzt zum Facharzt nochmals eine einjährige Weiterbildung voraus. So werden in dieser Weiterbildung neben der ärztlichen Ausbildung unter anderem Kenntnisse in Recht, Wirtschaft und Sozialversicherungswesen vermittelt, die für die Arbeit in einem betrieblichen Umfeld essentiell sind.
Nach der Ausbildung in der Betriebsmedizin darf man sich Betriebsarzt nennen. Als Betriebsarzt kann man nun fest in einem Unternehmen angestellt werden, oder als externer Arzt von einem Unternehmen bei Fragen und Beratungsbedarf gerufen werden. Hieran sieht man schon, dass der Betriebsarzt also eher eine beratende Funktion innehat, was sich zusätzlich noch aus dem Sachverhalt der Prävention als ein großes Gebiet der Betriebsmedizin ergibt.


